Falls man immer noch nicht genug von Gdingen gesehen hat, kann auch andere Sehenswürdigkeiten besuchen. Es sind unter anderem Kamienna Góra – ein 50 m hoher Hügel im Stadtzentrum, von dem man einen bezaubernden Ausblick auf den Hafen hat. Gleich daneben steht das Stadtmusem oder auf der Swietojanska Strasse die Marienkirche, die im Jahr 1924 gebaut wurde.
copyright © 2009 all rights reserved

Polen Urlaub in Gdingen bei Danzig

Die Stadt Gdingen gehört mit ihrer 250 000 Einwohner zu dem Dreistadt Danzig-Gdingen-Zoppot. Sie entwickelte sich zu einer Hafenstadt erst am Anfang des 20. Jh, als Polen im Jahr 1918 seine Unabhängigkeit wieder bekommen hat. Kurz davor war das ein Fischerdorf ohne eigenem Hafen. Gleich nach dem Wiederauferstehung Polens, nach dem I Weltkrieg, zwischen 1923 und 1924, wurde in Gdingen ein Seehafen gebaut. Ein paar Jahren später im 1926 hat Gdingen das Stadtrecht bekommen und so zu einer Ostseemetropole geworden. Damals entstand der Hafen aus acht Hafenbecken, heute zählt er 11 davon. Von Anfang an hat der Hafen in Gdingen auch große Rolle für die Passagierschiffe gespielt. Teilweise wurden sie auch hier gebaut, sodass Polen noch vor dem Zweiten Weltkrieg sieben, große und stolze Schiffe besaß (unter anderem Pilsudski und M.S. Batory). Während des Zweites Weltkriegs haben die Deutschen Gdingen Gotenhafen genannt. Sie haben hier auch die Reparaturen ihrer Kriegsschiffe durchgeführt. Sofort war Gdingen mit dem Hafen ein Konkurrent für Danzig, der damals überwiegend eine deutsche Stadt war. Und weil eben Gdingen damals sofort diese große strategische Bedeutung hatte, wurde mehrmals bombardiert. Ebenso kurz vor Kriegsende haben die Deutschen noch zahlreiche Gebäude in die Luft gesprengt und obwohl der Hafen völlig zerstört war, hat Gdingen überlebt. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Stadt schnell aufgebaut. Die Nachkriegszeit war geprägt durch den Wiederaufbau den Hafen und den Straßen.

Heute hat Gdingen für Polen ganz andere Bedeutung und wird auch nicht mehr als der graue Gegenpart zu Danzig gesehen. Die Stadt ist auch nicht nur ein Wirtschaft- oder Industriezentrum mehr, ganz im Gegenteil, sie bietet sehr viele wunderbare Sehenswürdigkeit und kulturelle Angebote an. Eine Attraktion ist zum Beispiel das größte Filmfestival in Polen, öfters „polnischen Cannes“ genannt. Auch einen großartigen und weltbekannten Sommerjazzfestival erlebt man ebenso in Gdingen. Alle Film- und Jazz-Fans kennen diese Stadt sehr gut. Viele Museen, Restaurants und ein beliebtes Musiktheater, der in ganz Polen sehr populär ist, hat Gdingen ebenso anzubieten. Wenn man seinen Polen Urlaub gerade in Gdingen verbringen möchte, muss unbedingt die Südmole besuchen. Es ist wie ein Wahrzeichen dieser Stadt, 120 m breit und rund 600 m lang, beherbergt sehr viele Sehenswürdigkeiten nebeneinander. In dem Hafen bei Südmole steht der legendäre Schiff Blyskawica, der während des Zweitens Weltkrieg, als ein Torpedozerstörer, unter polnischer Flagge und an der Seite der Briten, gegen Deutschland gekämpft hat. Er war ein von vier Torpedozerstörern Polens. Heute kann man das Schiff besichtigen und ein bisschen Geschichte lernen. Es ist jedoch nicht alles, was man an der Südmole zu sehen bekommen kann. Gleich neben Blyskawica steht noch ein Schiff Dar Pomorze oder Dar Mlodziezy genannt. Dieser Dreimaster wurde in 1909 in Hamburg gebaut und diente zwischen 1930 bis 1981 als Schulschiff für die Marineakademie in Gdingen. Heute ist Dar Pomorze neben Blyskawica ein Schiff-Museum. In diesem Hafen kann man außer historischen Schiffen am Ende der Mole ein Denkmal von Joseph Conrad sehen oder das Aqaurium, mit über 180 verschiedenen Meerestierarten besuchen. Und falls man während seiner Besichtigungstour Hunger bekommen soll, kann zum Beispiel auf der Mole einen fangfrischen Fisch oder andere Delikatesse direkt vom Grill essen. Für kleine Päuschen eignet sich nebenan liegenden Kinokomplex. Das alles kann man nur in der Nähe von Südmole finden und es ist natürlich immer noch nicht alles, was die Stadt von Sehenswürdigkeiten anzubieten hat.

Gdingen eignet sich perfekt für eine Shopping Tour in Polen. Die Preise sind deutlich niedriger als in anderen Ostseestädten Polens, vielleicht weil er keinen Feriencharakter wie Zoppot oder Architektur-Charme wie Danzig hat. Die Hautpeinkaufsstraße von Gdingen, genau im Zentrum, ist die Swietojanska Strasse. Sie bietet zahlreiche Geschäfte und Boutiquen in allen Preisklassen an. Wenn man aber mal richtig gut und günstig Einkaufen möchte, sollte unbedingt die Markthalle in Gdingen besuchen. Es ist ein sehr großes Gelände, das aus vielen verschiedenen Bereichen besteht. Ob Kleidung, Kosmetik, frisches Obst und Gemüse oder Fisch und Fleisch – man findet hier alles was man sucht. Auch die gute alte Marktatmosphäre fehlt hier nicht.