Diese Stadt verdient der Name „das Meisterstück polnischer Restauratorenkunst“, weil es hier zahlreiche historische Baudenkmäler wunderbar restauriert wurden. Danzig ist neben Warschau die größte, nach 1945 wieder aufgebaute, Metropole in Europa. Von der größten historischen Backsteinkirche der Welt, beginnen über dem Neptunbrunnen, hohes Tor am Kohlenmarkt bis zum Goldenen Tor, bietet Danzig massenhaft viele Sehenswürdigkeit an. Es ist die größte Stadt von Nordpolen und zählt ca. 464 000 Einwohner. Zusammen mit Zoppot und Gdingen bildet sie die so genannte Dreistadt, die knapp 800 000 Einwohner einsiedelt.
Um den Urlaub in Polen in einem
Hotel in Danzig schön zu erleben und die wichtigsten und schönsten Sehenswürdigkeiten von Recht- und Altstadt zu besuchen, braucht man ca. 4 Stunden. Die Westerplatte kann man mit einem Schiff, der von der Anlegestelle Zielona Brama abfährt, erreichen und dort auch einen angenehmen Tag verbringen. Für eine Stadtbummel ist der Kohlenmarkt in dem historischen Zentrum ein perfekter Ausgangspunkt. Hier kann man das stolzes Hohes Tor bewundern, das aus dem 16. Jh kommt und heute ist der Westeingang auf den Markt. Alle polnischen Könige, die in Danzig jemals gewesen sind, zogen durch dieses Tor in die Stadt ein. Weiter geht es zu dem Stockturm, in dem man einzigartiges und einmaliges Bernsteinmuseum besuchen kann. Das dritte und ebenfalls berühmte Tor vom Kohlenmarkt heißt Goldenes Tor. Es wurde am Anfang des 17. Jhs. Gebaut. Es bildet auch gleich den Zugang zur Langgasse (ulica Dluga) oder anders auch Königweg genannt. Entlang der Straße wurden wunderschöne Bürgerhäuser aller Stilepochen gebaut. Sie führt zum Langer Markt, wo jedem Besucher sofort klar wird, warum die polnischen Restauratoren weltweit berühmt sind. Hier können alle das Rathaus, Artushof, Grünes Tor und die ganze Reihe von Bürgerhäusern in alter Pracht bewundern. Sie wurden so perfekt restauriert wie wären sie niemals zerstört gewesen. Auf dem Markt hier pulsiert das Leben und schlägt das Herz der Stadt. Auf jeder Ecke hört man Musik, überall sieht man die Facharbeit von Künstler und jede Menge Menschen die sich gerade in Cafés und Restaurants ein Päuschen gegönnt haben. Ein beliebten Treffpunkt nicht nur von Studenten ist hier der Neptunbrunnen. Er wurde im Jahr 1615 gebaut und gilt als berühmten Stadtzeichen von Danzig. Der Mittelpunkt auf dem Markt bildet das Rathaus, das über eine 80 m hohe Turm verfügt. Es ist ebenso der berühmteste gotische Profanbau von dieser Stadt. Der Bau vom Rathaus hat im Jahr 1327 begonnen und entschließt mehrere Bauphasen. Heute dient das Haus als Museum der Stadtgeschichte und hat wundervolle Exponaten anzuzeigen.
Weiter hinter dem Neptunbrunnen findet man den Artushof, der nach dem König Artus benannt wurde. Es ist ein Bau, der aus dem Jahr 1481 kommt und im 1617 von Abraham van den Blocke umgestaltet. Zwischen den restaurierten Bürgehäusern findet man unter anderem das Goldene Haus aus dem 17. Jh. Es wurde mit vergoldeten Reliefs und Ornamenten an den Fassaden geschmückt.
Wie das Hohe Tor auf der Westen- so das Grüne auf der Ostenseite des Marktes steht. Sie bildet den Eingang zum Hafen an der Mottlau. Fast alle Straßen von Danzig verliefen auf die Mottlau und den Hafenkai zu. Bis heute ist die Promenade der beliebteste Treffpunkt der Danziger, wo man ebenso viele Cafés sowie Bars und Eisdielen finden kann. Für Fotografen bedeutet das Krantor (Kran) einen besonders schönen Fotomotiv und wird viel fotografiert. Im Inneren vom Krantor befindet sich heute ein Meeresmuseum. Das Gebäude gilt als Wahrzeichen der Stadt. Neben Grünes, Goldenes und Hohes Tor findet man in Danzig noch ein Brotbänker- und Frauentor.
Wenn man schon eine Runde auf dem Markt macht, kann nicht die Marienkirchen auslassen. Man findet sie am Ende der Frauengasse. Die Kirche wurde zwischen 1342 – 1502 gebaut. Sie ist die größte erhaltene Backsteinkirche der Welt. 105 lang und 68 m breit präsentiert sie stolz die gotische Architektur. Nur einige Exponaten aus dieser Kirche haben den Zweiten Weltkrieg überstanden. Es sind unter anderem der Hauptaltar (16. Jh) von Meister Michael aus Augsburg, die Danziger Schöne Madonna aus dem 15. jh. und die naturalistische spätgotische Kreuzigungsszene aus dem Jahr 1517. Wenn man diese Kirche besucht, kann den Hauptturm nicht auslassen und trotz hundertern von Stufen, den Weg nach oben bekämpfen. Das faszinierende Panorama, das man von hier zu sehen bekommt ist einmalig wunderschön.
Wenn man schon die Marienkirche gesehen hat, sollte auch die Nikolai- und die Katharinenkirche unbedingt besuchen. Obwohl die Nikolaikirche in einem gotischem Stil gebaut wurde, kann man hier zahlreiche Bauschmücke aus Gold zu sehen bekommen. Interessant aus der Geschichte ist, dass diese Kirche anders als die meisten Gotteshäuser von Danzig, ist über Jahrhunderte bis heute katholisch geblieben. Der berühmte Astronom Jan Heweliusz (1611-1687) fand in der Katharinienkirche seine letzte Ruhestätte. Die erst im 1989 nach dem Zweiten Weltkrieg wiederaufgebaute, gotische Kirche, wurde 2006 wieder der Opfer der Flammen. Heute steht sie restauriert für den Besucher offen.